Die Studie

PERISKOP Studienprojekt

PERISKOP untersucht, ob immersive 360°-Filme die Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt verbessern können. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit Patient*innen durch den Einsatz von Virtual Reality (VR) Ängste abbauen, sich besser informiert fühlen und sicherer in medizinische Eingriffe gehen.

Die Studie wurde mit dem Max Rubner-Preis 2024 der Stiftung Charité ausgezeichnet.

Film zur Preisverleihung

Gut vorbereitet in einen Eingriff zu gehen, kann den Unterschied machen – für das Erleben der Patient*innen und für den Verlauf der Behandlung. PERISKOP setzt genau hier an: Immersive 360°-Filme begleiten Patient*innen auf einem Teil ihrer individuellen Patient Journey und könnten zukünftig einen Teil der präoperativen Vorbereitung bilden. Durch den authentischen Einblick in reale Räume und Abläufe der Charité – Universitätsmedizin Berlin können sich Patient:innen aktiv und selbstbestimmt auf bevorstehende Eingriffe vorbereiten – wann und wo es für sie passt, über VR-Headsets in der Klinik oder als interaktive 360°-Erfahrung im Browser. Gleichzeitig soll PERISKOP das Klinikpersonal entlasten: Wenn Patient*innen bereits informiert und mit weniger offenen Fragen ankommen, gewinnen Pflegende und Ärzt*innen wertvolle Zeit für die klinische Versorgung.

Patientin mit VR-Headset im Krankenhaus

Grundlage der Studien sind drei stereoskopische 360°-Filme zu den klinischen Bereichen Narkose, Intensivstation und Geburt, produziert an Originalschauplätzen der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Filme richten sich dabei nicht nur an Patient*innen: Auch Klinikpersonal kann die Aufnahmen nutzen, um die Perspektive der Patient*innen einzunehmen und so Empathie und Verständnis für das Erleben klinischer Abläufe zu vertiefen. Jede Teilstudie verfolgt ein eigenes Forschungsdesign, das auf die jeweilige klinische Situation und Zielgruppe zugeschnitten ist. Untersucht werden u. a. präoperative Angst, das subjektive Gefühl der Vorbereitung sowie Effekte auf Empathie und Kommunikation im klinischen Alltag. Die Datenerhebung läuft derzeit. Das Projekt wird durch die Stiftung Charité über den Max Rubner-Preis finanziert.

Klinische Szene im Operationssaal